Robert Lebeck (Ed.), Bodo von Dewitz (Ed.)

Kiosk. Eine Geschichte der Fotoreportage 1839 - 1973: A History of Photojournalism


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"First comes the photo, and then morality", "If your pictures aren't good, you haven't been close enough" - self-conscious and impolite, that's the way press photographers talk about their difficult trade. They are working at the front line not only in times of war, they condense contemporary history's events and everyday life situations, they tell stories in pictures which are meant to state what is essential on just a few pages. Photo journalism exists since 150 years. Even though its artistic ambitions often have to stand back, it is one of the most impressive chapters in the history of photography. What readers throw away after a short while, an observant contemporary has picked up and kept: photo journalist Robert Lebeck owns an important collection of magazines which documents the history of photojournalism. The illustrated broadsheet of famous photo reports extends from new railway stations in the 19th century to legendary photo series on the war in Vietnam, from Roger Fenton to Robert Capa, from the Berliner Illustrierte Zeitung to USSR under Construction, from Life and Vu to Stern magazine." (publisher steidl)

"Als vor rund 150 Jahren die Geschichte der Fotoreportage begann, enthielten die Zeitungen erstmals nicht nur umfangreiche Texte über unbekannte Begebenheiten und Lebenswelten, sondern erstmals ergänzten längere Bildstrecken das Gelesene und holten so die fremde Welt auch optisch ins Haus. In der Folge entstanden in den 40-er Jahren des vorletzten Jahrhunderts schnell die ersten Illustrierten, deren Bilderwelt bis in die heutige Zeit die Zeitschriftenläden und Kioske prägt.
'Kiosk' enthält eine Auswahl der berühmtesten klassischen Fotoreportagen aber auch vergessener Bildergeschichten aus der Zeit von 1839 bis 1973, die der Fotojournalist Robert Lebeck ('Geo', 'stern' u.a.) sammelte und als Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machte. Was der Leser in der Regel bald wieder wegwirft, wurde von Lebeck bewahrt und konnte so den Grundstock für eine umfassende Geschichte der Fotoreportage des 19. und 20. Jahrhunderts legen.
Der Ausstellungskatalog führt in neun Kapiteln durch die Epochen des internationalen Fotojournalismus. Auf eine historische Einleitung folgen jeweils typische und untypische Reportagen aus den beschriebenen Zeitphasen. Die dokumentierten Bildserien reichen dabei von Holzschnittreportagen aus dem Altonaer Bahnhof (1845) über Homestorys über Winston Churchill (1939) bis zu Bildstrecken über die Folgen der Umweltverschmutzung (1973). Die Storys stammen von bekannten Fotoreportern (Felice Beaton, Robert Capa, David Douglas Duncan) und von unbekannten Künstlern, sie erschienen in Blättern wie der ‚Leipziger Illustrirten Zeitung', in ‚Paris Match', im KP-Organ ‚AIZ-Arbeiter Illustrierte Zeitung' oder in ‚Life'. Insgesamt bietet der Fotoband nicht nur einen Überblick über die Geschichte der Reportage, sondern auch einen Einblick in die Themen vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte.
'Kiosk' wurde zwar vom International Center of Photography (New York) als bestes Fotobuch des Jahres mit dem Infinity Award 2002 ausgezeichnet. Bereits die sehr hohe Zahl von insgesamt 666 Abbildungen auf rund 300 Seiten weist jedoch auf einen unschönen Mangel hin: Um sich an den Reportagen erfreuen zu können, ist die Zahl der Abbildungen viel zu hoch. Im Buch enthalten sind nicht nur einzelne Reportagefotos, sondern auch ganze Zeitschriftenseiten. Dies böte zwar grundsätzlich die Möglichkeit, Reportagen aus früheren Zeiten heutigen Lesern zugänglich zu machen. Allerdings wurden die Vorlagen nicht in Originalgröße reproduziert, sondern mussten wegen der hohen Zahl der Abbildungen für das Fotobuch stark verkleinert werden. So finden sich bis zu vier originale Zeitschriftendoppelseiten auf einer Katalog-seite. Durch die Verkleinerungen ist nicht nur das Lesen der Reportagetexte weitgehend unmöglich, sondern auch die auf Briefmarkengröße zusammen geschnurrten Fotos sind häufig kaum noch erkennbar." (amazon review)