Marco Citron, Gerry Badger (text)

Urbanism 1.01 - MY LAST SIGNED COPY!


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"A journey along the urban landscape of ex-soviet countries, the very symbol of a boring landscape because it is so repetitive and so vast.
The thin line between reality and fiction that runs through the photographs, through that imagination both open and eagerly sought, which takes us – suddenly – several decades into the past." (publisher's note)

“We might say that it is difficult to know wheter Marco Citron is recording some of the planning conceits of the Soviet era, or inventing them” from the text by Gerry Badger

Italian:
"Un viaggio attraverso il paesaggio urbano dell’ex unione sovietica, emblema di un paesaggio noioso perche’ ripetitivo nella sua vastita’. Il sottile limite tra realta’ e finzione che percorre le fotografie, attraverso l’immaginario dichiarato e ricercato delle cartoline postali degli anni ’70  ci porta, repentinamente, qualche decennio addietro." (publisher's note)
“Possiamo dire che e’ difficile sapere se Marco Citron sta documentando  la pianificazione urbanistica dell’era sovietica o la stia inventando.” dal testo interno scritto da Gerry Badger."

about the photographer:
Marco Citron's (*1974 in Pordenone) artistic research is focused on the natural and urban landscape. Studied at the faculty of Philosophy University Ca’ Foscari of Venice (where he also followed the course of history of photography taken by Prof.Italo Zannier). Professional photographer he exhibited his work regularly since 2003 in private galleries and public spaces, in Italy as well in France, Germany, Spain, Slovenia, Austria, Poland, Ukraine, United States. Among the solo exhibition in 2007 at the IX Biennial of Photography in Tenerife (Spain) and in 2008 at DesignHaus Darmstadt. In 2008 was selected for the Third International Award Citoler Pilar in Spain. In 2009 has been among the winners at Portfolio review at Rencontres D’Arles. In 2011 has been invited to an artist’s residence with Boris Mikhailov in Donetsk (Ukraine).

Ein kleiner, aber feiner Band, der im ersten Moment etwas spröde daher kommt, weil die Machart so konventionell zu sein scheint. Der italienische Fotograf und der niederländische Designer Sybren (SYB) Kuiper haben somit ein Teilziel erreicht! Denn bei genauer Betrachtung - man fragte sich auch beim Durchblättern eigentlich schon, warum das Buch so stimmig langweilig ist - wird deutlich, wie viel Freude auch SYB an der Gestaltung und der Aufnahme der grellen Farbigkeit in den Bildern gehabt haben muss.
Die Ausgangslage war klar - Citron wollte seine Arbeit als Hommage an Martin Parr's Titel 'Boring postcards' verstanden wissen und dennoch sollte etwas Eigenes entstehen; darauf verweist nicht zuletzt auch der Titelwechsel von 'Boring Landscapes' zu 'Urbanism 1.01'. Hier schwingt nun auch etwas Kritik am Städtebau der Sowjet-Ära mit.
Und so erinnert das Buch mit seiner um 90° gedrehten Leserichtung an die für billig Geld (Rubel, Franc, Lire, Szloti, Drachme, etc.) erhältlichen Postkarten-Leporellos vergangener Tage und ist dennoch auch ein schönes Buch.

"'Urbanism 1.01' ist eine Hommage an eine Postkartensammlung, die Martin Parr in einem Bildband unter dem Namen 'Boring Postcards' herausgegeben hat. Das Sujet jener Fotosammlung, die in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern entstand, war das Bild von Ländern wie England, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Gesehen durch inspirationslose Städte, verlassene Gebäude, stillgelegte Tankstellen mitten im Nirgendwo, ist Parrs Sammlung eine Dokumentation schlechten Geschmacks und auch ein Monument dafür.

Die gleiche Thematik ist die Basis für dieses Projekt - das nun nicht mehr den Titel 'Boring Landscapes' trägt, sondern inzwischen in 'Urbanism 1.01' umbenannt wurde - entstanden in der ehemaligen UdSSR. (...) Auch hier finden sich banale Verschönerungen des Ordinären und Unspektakulären, zelebriert in einfachen, trivialen und manchmal unvollkommenen Bildern.
Der schmale Grat zwischen Realität und Fiktion (s. Gerry Badger's Text im Inneren), hervorgehoben durch die Verwendung von künstlichen Farben, zieht sich durch die Fotografien. Ein Bild von dieser sowohl freien, als auch eifrig gesuchten Fantasie, die uns – plötzlich – mehrere Dekaden in die Vergangenheit mitnimmt." " (leicht veränderter text nach: Darmstädter Tage 2009)