Florian Ebner (ed.), Sophia Greif (ed.)

(Mis) Understanding Photography. Eine andere Geschichte der Fotografie


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Zum Inhalt/Kapitel:
1. Meditationen über das Material der Fotografie
2. Soziale Rituale, Individuen und Sonntagsbilder
3. Manifeste
4. Vorbilder, Nachbilder und Ikonen
5. Die Evidenz der Dokumente und die Obsession des Sammelns

... zu diesem Katalogband/Reader zur gleichnamigen Ausstellung gehört UNBEDINGT der Band 'Manifeste' - hier leider auch schon vergriffen.... ;-(

"1974 beklagte sich Nina Hagen, dass ihr Freund den Farbfilm vergessen hatte. Zur gleichen Zeit legten die Konzeptkünstler die Fotografie auf den Seziertisch, um ihre Aspekte – das Populäre, Soziale, Technische und Künstlerische – zu analysieren. Der Band erzählt eine wilde und ironische, bisweilen melancholische Geschichte der Fotografie aus Sicht der Künstler, die sich nahe am fotografischen Material entspinnt, aber auch die Sehnsüchte und Obsessionen, die die Menschen mit der Fotografie verbinden, in den Blick nimmt. Die thematischen Bildkapitel mit Werken aus den letzten 50 Jahren beschäftigen sich mit der Entwicklung der materiellen Bedingungen des Mediums, obsolet gewordenen Formaten wie Fotoalbum oder Postkarte, aber auch mit der neuen digitalen Welt der Fotografie. Heute müsste Nina Hagen wohl kaum die Abwesenheit von Farbe bedauern, eher könnte sie sich über ungefragt online gestellte Bilder beklagen. Mit Arbeiten von Tacita Dean, Alfredo Jaar, Sherrie Levine, Santu Mofokeng, Ugo Mulas, Barbara Probst, Sigmar Polke, Timm Rautert, Thomas Ruff, Pavel Maria Smejkal, Larry Sultan und Mike Mandel, Clare Strand, Wolfgang Tillmans, Axel Töpfer, Timm Ullrichs, Gillian Wearing, Christopher Williams u.a." (publisher's note)

„...Wir erleben heute die Evolution des Homo sapiens zum Homo photographicus: ein Großteil unseres Wissens entstammt Bildern, die zudem unser Bewusstsein formatieren. Im Zeitalter des Homo photographicus wird Fotografie zu einem Mittel, sich über die Wirklichkeit Gedanken zu machen. Ihr Zweck liegt deshalb jenseits des persönlichen Ausdrucks oder dokumentarischer Absichten. Bilder sind nicht länger einfach nur Repräsentationen der Welt, sondern werden vielmehr zur Welt...“ schreibt der Fotograf und Künstler Joan Fontcuberta für den Reader zur Ausstellung '(Mis)Understanding Photography' im Essener Folkwang Museum und beleuchtet damit den heutigen Stellenwert dieses allgegenwärtigen Mediums.
Zahlreiche weitere Künstler kommen in dem umfangreichen Reader zu Wort und erzählen in der Auseinandersetzung mit dem Material der Fotografie, mit ihren Ursprüngen und Vorbildern, ihren Bedeutungen und Ritualen eine ganz eigene Geschichte der Fotografie." (Folkwang Museum)