Heinz Hajek-Halke

Der Alchimist (Band 3 der Werksausgabe) - PUBLISHER 'S SOLD OUT! MY LAST, SEALED COPY!


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"Dieses Buch ist den Lichtgrafiken aus dem Spätwerk Hajek-Halkes gewidmet. Es zeigt ihn als eigenwilligen Gestalter im Kontext der abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, als Vertreter des Informel und der École de Paris.
Die ersten dieser Arbeiten entstanden auf einem alten Tricktisch für Animationsfilme, ohne fotografische Vorlage und damit ohne Realbilder. Die Abstraktion dieser Arbeitsweise wird für den Rest seines noch gut zwei Jahrzehnte umfassenden OEuvres bestimmend: Selbst wo sichtbare Realität in die Bilder hineinspielt, ist die Konstruktion abstrakt, oft von Zufällen in der Arbeit bestimmt und daher im wahren Wortsinn informell – vor der Form. Im Gegensatz zu Künstlern in Malerei und Skulptur, zu denen er viel Kontakt hatte, ist Hajek-Halke ein genuin fotografisch arbeitender Gestalter
geblieben: Endprodukt seiner Arbeit waren immer fotografische Prints.
Das Spätwerk von Heinz Hajek-Halke erlaubt nicht nur einen besonderen Blick auf die Geschichte der Fotografie als Kunst, sondern verändert den Blickwinkel auf die Geschichte der bildenden Kunst in den 1950er Jahren insgesamt.
Der Alchimist erscheint als Band 3 der Werkausgabe." (publisher's note)

Über den Fotografen (*1898-1983 in Berlin):
Heinz Hajek-Halke verbrachte größere Teile seiner Kindheit in Buenos Aires. 1915 begann er ein Studium an der Königlichen Kunstschule Berlin, das er jedoch schon ein Jahr später unterbrechen musste, da er als Soldat zum Ersten Weltkrieg einberufen wurde. Er setzte es 1919 bei den Professoren Emil ORLIK und Hans BALUSCHECK fort und schloss es 1923 ab.
1924 begann er mit seinen ersten fotografischen Versuchen.
1925 wurde er als Fotograf bei der Agentur Presse-Photo angestellt. Dort arbeitete er zusammen mit Willi RUGE und machte seine ersten Schnitt- und Lichtmontagen.
1927 lernte er Bruno Schultz, den Herausgeber des Jahrbuches 'Das Deutsche Lichtbild' kennen. Es war die Zeit der Layouts, der Schnittmontagen und der ersten Werbeaufnahmen unter Nutzung experimenteller Techniken. 1930 arbeitete er viel an experimentellen Arbeiten.
1933 erreichte Hajek-Halke die Forderung des Propaganda-Ministeriums, Dokumentarfilme zu fälschen. Er entzog sich jedoch dem Zugriff der NSDAP und setzte sich als Heinz Halke an den Bodensee ab. Dort entstanden journalistisch aufgemachte, wissenschaftlich fundierte Bildserien aus dem Gebiet der Kleintier-Biologie. Dies waren Makroaufnahmen, welche er mit einer großformatigen Kamera, die einen Auszug bis zu 1,00 m Länge besaß, machte.
1937 ging er nach Brasilien, wo Bildreportagen, u.a. über eine Schlangenfarm, entstanden.
1939 arbeitete er als Dienstverpflichteter der Wehrmacht als Werks- und Flugfotograf bei den Dornier-Werken in Friedrichshafen am Bodensee.
1945 geriet Hajek-Halke in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch floh.
Er gründete eine Kreuzotter-Farm und verkaufte das Schlangengift an die pharmazeutische Industrie. Außerdem entstanden in dieser Zeit die ersten Drahtplastiken als Objekte für seine Lichtgrafiken.
1948 lernte er Toni SCHNEIDERS kennen.
1949 wurde er Mitglied der Gruppe Fotoform und arbeitete als freischaffender Fotograf.
1955 wurde er zum Ordentlichen Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und 1957 zum Ordentlichen Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner berufen.
Von 1955 bis 1967 lehrte er Foto-Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Sein Lebenswerk übergab er 1973 an Michael RUETZ. Der Nachlass Hajek-Halkes mit über 200 fotografischen Arbeiten des Spätwerkes wird seit 2010 im Archiv der Berliner Akademie der Künste verwahrt.

Preise/Ehrungen:
1965 erhält Hajek-Halke den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie und 1978 die David-Octavius-Hill-Medaille. Zudem wird er Ehrenmitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner.