Museum of Modern Art (ed.), Edward Steichen (text), Carl Sandburg (text)

Family of Man: The Greatest Photographic Exhibition of All Time (60th Anniversary Edition) - BACKORDER!


€ 39,80
inkl. MwSt., zzgl. Versand

 

"Hailed as the most successful exhibition of photography ever assembled, 'The Family of Man' opened at The Museum of Modern Art in January 1955. It was groundbreaking in its scope--503 images by 273 photographers originating in 69 countries--as well as in the numbers of people who experienced it on its tour through 88 venues in 37 countries. As the permanent embodiment of Edward Steichen's monumental exhibition, this publication reproduces all of the 503 images that Steichen described as "a mirror of the essential oneness of mankind throughout the world. Photographs made in all parts of the world, of the gamut of life from birth to death." To celebrate the 60th anniversary of this classic and inspiring work, MoMA is releasing this handsome hardcover edition." (publisher's note)

Anlässlich des 60-jahrigen Jubiläums brachte das MoMA in New York den Katalog zur Ausstellung erneut heraus, als Hardcover-Band. In dieser von Edward STEICHEN und seinem Mitarbeiter Wayne MILLER zusammen gestellten Ausstellung waren viele Fotografen versammelt, die heute noch zum Kanon hervorragender Fotografen gehören und deren Bücher immer noch Bestseller sind. Ein Blick hinein lohnt sich unbedingt!!!

"'The Family of Man' ist eine Fotoausstellung, die ab 1951 von Edward Steichen für das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zusammen gestellt wurde, wo sie ab 24. Januar 1955 zu sehen war. Aus über 2 Mio. Fotografien wählten Steichen und Miller zunächst 10.000 Aufnahmen aus. Schließlich gelangten 503 Aufnahmen von 273 Fotografen aus 68 Ländern in die Ausstellung. Seit 2003 zählt die Ausstellung zum Weltdokumentenerbe.

Grundidee: 'The Family of Man' zeigt ein umfassendes Porträt der Menschheit in 37 Themen, darunter z.B. Liebe, Glaube, Geburt, Arbeit, Familie, Kinder, Krieg und Frieden. Nach den Erfahrungen des Krieges sollte sie helfen, eine bessere Welt zu schaffen und das Verständnis zwischen den Menschen zu fördern. Die Fotografie sollte dabei als universelle Sprache dienen, die alle Menschen verstehen. Die Ausstellung sollte zeigen, dass alle Menschen gleich sind und dass jeder Mensch gleich welcher Klasse, gleich welcher Rasse, gleich welcher Kultur, gleich welcher Religion, gleich welchen Alters oder gleich welchen Geschlechts Würde besitzt und alle Menschen eine gemeinsame Natur haben. Die Kraft der Liebe und Mitmenschlichkeit sollte Hass, Gewalt und Zerstörung überwinden.

Die Fotos stammen von unbekannten Amateuren und von bekannten Fotografen wie Henri CARTIER-BRESSON oder Alfred EISENSTAEDT. Steichens Auswahlkriterium war allein, ob sie dem humanen Ziel der Ausstellung genügten. Dagegen ließ Saul LEITER eine Einladung zur Ausstellung unbeachtet.
Die Ausstellung: Nach dem enormen Erfolg der Ausstellung im MoMA gingen die Bilder in mehreren Wanderversionen auf Welttournee, zuerst nach Tokio, Berlin, Paris, Amsterdam, München, London und später sogar – während des Kalten Krieges – nach Moskau und in viele weitere Städte. Die Ausstellung wurde von der Presse gelobt und Steichen erhielt mehrere Auszeichnungen.

Über 9 Mio. Besucher in 38 Ländern auf vier Kontinenten (Amerika, Europa, Asien und Afrika) hatten die Ausstellung bis 1964 gesehen. 1966 erhielt das Großherzogtum Luxemburg die letzte noch bestehende Wanderversion der Ausstellung von den Vereinigten Staaten als Geschenk, so wie es sich Edward Steichen gewünscht hatte. In den Jahren von 1974 bis 1989 wurde die Ausstellung nur teilweise im Schloss von Clervaux ausgestellt.

Durch den häufigen Transport und durch unsachgemäße Lagerung waren die Bilder beschädigt worden; sie mussten daher 1989 bis 1991 in über 2000 Arbeitsstunden restauriert werden. Danach wurden sie nochmals in Toulouse (Januar 1993), Tokio (Ende 1993) und Hiroshima (Anfang 1994) gezeigt, bevor sie seit dem 3. Juni 1994 permanent im Schloss Clervaux zu sehen sind. Die Installation der Ausstellung sollte dabei der ursprünglichen, im MoMA realisierten Gestaltung möglichst nahe kommen. 2003 wurde die Ausstellung in das Memory of the World Register der UNESCO aufgenommen.(...)

Das humanistische Menschenbild der Ausstellung in der Kritik: Roland BARTHES kritisierte aus Sicht des Dekonstruktivismus das humanistische Menschenbild der Ausstellung. Er beschrieb in Mythen des Alltags anhand dieser Ausstellung, wie der Mythos des 'Adamismus' und der conditio humana arbeite: „Der Mythos von der conditio humana stützt sich auf eine sehr alte Mystifikation, die seit jeher darin besteht, auf den Grund der Geschichte die Natur zu setzen.“ In der Ausstellung arbeite dieser Mythos auf verschiedenen Zeitebenen, wie Gabriele RÖTTGER-DENKER Barthes' Essay über diese Ausstellung zusammenfasst: „Zum einen werden die Unterschiede der Menschen auf der Welt betont, die Vielfalt ihrer Lebensweisen und Gebräuche, zum anderen wird aus diesem Pluralismus alles zu einer wesensgleichen Einheit verschmolzen: Geburt, Tod, Arbeit, Wissen, Spiel verlangen überall das gleiche Verhalten; es gibt eine Familie der Menschen. Es wird damit auf eine dahinter liegende, identische 'Natur' verwiesen, auf eine allgemein menschliche Essenz, die nur durch einen starken Willen, den Gottes nämlich, zu erklären ist.“
Beispielhaft an den Photographien dieser Ausstellung wird von Barthes eine stabilisierende Funktion des Mythos dargestellt, die soziales Unrecht und Ungleichheit ihrer Geschichte und Kritik entziehe und sie somit festschreibe: „Ich befürchte deshalb, dass die Rechtfertigung dieses ganzen Adamismus darauf hinausläuft, für die Unveränderbarkeit der Welt die Bürgschaft seiner 'Weisheit' und einer 'Lyrik' zu liefern, durch die die Gebärden des Menschen nur verewigt werden, um sie leichter zu entschärfen.“ (Quelle: wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/The_Family_of_Man)