Miyuki Okuyama

Land of the Setting Sun - SIGNED COPY, Ltd. to only 100 copies!


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Awards: Spine Book Dummy Award, shortlisted (Stockholm), El Books/Encontros da Imagem, Braga, 2015, shortlisted

"My photographic images are often taken with the perspective of an expatriate Japanese. Last 20 years, I spent most of my time outside of my country, Japan. After I moved out of Japan, I started photography. Although I started working as a photo-artist after leaving home, my photographic creations are deeply rooted into my past and childhood in Tohoku, northeast Japan. Being away from home became one of my most important drives for photography. Through photographing, I seek connections to my origin.

When I was settling down in my new home, the Netherlands, as a reaction to the new environment, I started photographing using a self-made pinhole cameras, and shooting self-built models, as alternatives for photographing actual home. Compared to where I come from, a rural village in north Japan, the Netherlands seemed thoroughly modernized and overly organized, leaving little space for raw and improvised places to feed human emotions. In the photography, I created alternative realities, which connect me to my familiar world and childhood memories.

In 2011, the devastating earthquake hit north Japan, causing the Tsunami and the nuclear power plant explosion. Around that time, the population of Japan turned into decline. These events in my homeland urged me to face the fact that one’s home is not a stable place. Those events shock my innocently unsuspecting idea that my home would be there forever, and I came to realize that it might not remain as the way it had always been in some decades. After that, I started new photography series:  travel photos shot on my way from Holland to Tohoku with trains and a ferry through Eurasia to measure the physical and psychological distance to home, and an ongoing project photographing my home and the village that is slowly changing in the process of modernization. At the same time, I finally decided to start photographing and interviewing the Japanese descendants born of the Pacific War I met in the Netherlands, against my concerns about digging into Japan’s war history. Through working on these series, I hope to capture the world directly surrounding myself, through my own views as a Japanese outside Japan." (M.O.)

Eine stille Arbeit, die ich anfangs etwas unterschätzt habe, sorry, Miyuki!
Die im Norden Japans geborene und inzwischen in den Niederlanden lebende Fotografin beschäftigt sich intensiv mit ihrer Umgebung, die sie durch die Augen einer Japanerin sieht, deren Wurzeln sich auch in den Fotografien zeigen. Thematisch widmet sie sich japanischen Themen; 'Land of Setting Sun' entstand aus der intensiven Erfahrung des Tsunami in ihrer Heimat, mit der sie sich in ihren letzten Serien auseinander setzt.
Ihre selbst verlegte und auf 100 Exemplare limitierte Publikation ist auf Zeitungspapier gedruckt; die DIN A4 Seiten lassen sich auseinander falten und eröffnen erst so den Okuyama'schen Kosmos.

"Meine Fotografien sind oft aus der Perspektive einer im Ausland lebenden Japanerin auf genommen. Die letzten 20 Jahre verbrachte ich die meiste Zeit außerhalb meines Heimatlandes Japan. Ich begann mit der Fotografie als ich Japan verließ; dennoch sind meine fotografischen Kreationen tief in meiner Vergangenheit und Kindheit (in Tohoku, im Nordosten von Japan)verwurzelt. Der Weggang von zu Hause war einer meiner wichtigsten Antriebe für die Fotografie; durch die Fotografie suche ich Verbindung zu meiner Herkunft aufzunehmen.

Als ich in meiner neuen Heimat, den Niederlanden, als Reaktion auf die neue Umgebung sesshaft wurde, begann ich mit selbst gemachten Lochkameras zu fotografieren und das Ablichten selbst gebauter Modelle, als Alternativen zur aktuellen Fotografie meiner Heimat. Im Vergleich zu dem wo ich herkomme, einem ländlichen Dorf im Norden Japans, schienen mir die Niederlande gründlich modernisiert und übermäßig organisiert, mit zu wenig Platz für rauhe und improvisierte Orten, um menschliche Emotionen zu nähren. In der Fotografie, habe ich mir alternative Realitäten, geschaffen die mich mit meiner vertrauten Welt und Kindheitserinnerungen verbinden.

Im Jahr 2011 traf ein verheerendes Erdbeben den Norden Japans, verursachte einen Tsunami und die Explosion eines Atomkraftwerks. Zu dieser Zeit zerfiel die Bevölkerung Japans und die Ereignisse in meiner Heimat zeigten mir, dass das Zuhause kein stabiler Ort ist. Diese Ereignisse versetzten meine unschuldige, ahnungslose Idee, dass mein Haus dort für immer sein würde derart unter Schock, dass ich zu der Erkenntnis kam, dass es nicht so bleiben könne es war seit einigen Jahrzehnten immer gewesen ist.
Danach begann ich mit neuen Serien: auf dem Weg von Holland nach Tohoku geschossene Urlaubsfotos mit Zügen und einer Fähre durch Eurasien, um die physische und psychologische Distanz zu meiner eigentlichen Heimat zu bemessen, sowie ein laufendes Projekt, in dem ich meine Heimat fotografiere und das Dorf, das sich langsam ändert im Prozess der Modernisierung.

Zur gleichen Zeit, entschied ich mich schließlich, diejenigen Übriggebliebenen aus dem Pazifik-Krieg zu fotografieren und zu interviewen, die ich in den Niederlanden getroffen hatte, gegen meine Bedenken in der Kriegsgeschichte Japans zu wühlen. Durch die Arbeit an diesen Serie hoffe ich, die mich direkt umgebende Welt aus der Sicht einer Japanerin außerhalb Japans zu erfassen." (M.O.)

Weitere Titel von Miyuki Okuyama:
'Dear Japanese' (2015)