Cristina De Middel

Afronauts - 2nd edition - SOLD OUT!

SC,.
Self published in 2016.

nicht verfügbar

 

Endlich hat sich die spanische Künstlerin zu einer wiederauflage durchgerungen und diese während des 'rencontres D'arles 2016' vorgestellt. Die zweite Auflage ist leicht verändert (blaues Cover statt braun, 2 zusätzliche Zeichnungen), aber im Wesentlichen gleich geblieben, was es nun wieder möglich macht, die Ausnahme-Publikation zu erwerben.

"Das Weltraum-Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion war im vollen Gange, als Edward Makuka Nkoloso beschloss, ins Rennen einzusteigen. Der Grundschullehrer aus Zambia lancierte 1964 eigen-händig ein Space-Programm. Innert Jahresfrist wollte er den ersten Afrikaner auf den Mond schicken. Nur ein paar wenige Optimisten unterstützten das ambitiöse Projekt. Zur Vorbereitung auf den Flug ins All steckte Nkoloso seine Astronauten in Öl-Fässer und liess sie den Hang runterrollen. Eine Schaukel – auf dem Höhepunkt des Schwunges abgeschnitten – simulierte die Schwerelosigkeit.
Aber: die zambianische Regierung beschäftigte sich nie ernsthaft mit N.s Aktivitäten. Und auch die Uno wollte die von N. geforderten 7 Mio. Dollar nicht zahlen. Außerdem war eine der angehenden Astronautin-nen schwanger geworden. So starb das Weltraumprojekt einen leisen Tod.

Rund fünfzig Jahre später holte die spanische Fotografin De Middel die Geschichte von Nkoloso wieder ans Licht und produzierte eine fiktive Dokumentation über seine realen Bemühungen. «Die Geschichte ist amüsant, aber nur auf den ersten Blick,», sagt de M. über ihre Arbeit: 'Denn sie baut darauf, dass keiner daran glaubt, dass Afrika je den Mond erreichen wird.'" (der blick, ch)