Latif Al Ani, Morad Montazami (text), Tamara Chalabi (text), Shwan Ibrahim Taha (foreword)

Latif Al Ani - BAGHDAD THROUGH THE LENS OF A GREAT ARABIAN INTERNATONALIST!


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"Baghdad in its golden age, photographed by a legend. (...)

Latif AL ANI (*1935 in Baghdad) who was the first to capture cosmopolitan life in Iraq in the 1950s to 1970s is known as the 'father of Iraqi photography'.
His black and white images represent a unique visual memory of the country during its belle époque.
AL ANI presented the vivid Iraqi culture in its abundance and complexity: besides documenting the westernized everyday life, the political culture and industry, he also captured images of Iraq from the air for the Iraq Petroleum Company.
However, under Saddam Hussein’s oppressive regime he ceased photographing. Today, his photographs give testimony to an era long gone.

The exhibition at the Iraq Pavilion during the Venice biennale in 2016 focused on works from the early period of his career, showing both modernising trends and the retention of ancient traditions as themes of AL ANI’s work." (publisher's note)

Die Monografie über das fotografische Werk des irakischen Fotografen Latif AL ANI gibt einen sehr guten Eindruck über das internationale Leben in den 60er und 70er Jahren in einer Metropole im Mittleren Osten.
Der auch für die irakische Ölfirma IPC arbeitende Fotograf dokumentierte ausführlich den Alltag, den Tourismus und die zeitgenössische Architektur.
Überraschend fand ich die Aufnahmen aus der damaligen DDR, die AL ANI während seines Aufenthaltes machte, als Arbeiten von ihm 1965 in Berlin gezeigt wurden. Es sind immerhin 12 Aufnahmen, die sich problemlos in das Buch einfügen, dank des sehr gelungenen Designs.
Insgesamt beinhaltet die Monografie über Latif AL ANI 112 Schwarz-Weiß-Aufnahmen im beinahe seiten-füllenden Quadratformat, auch der Druck ist überzeugend.

"Latif AL ANI dokumentierte als Erster das Leben im weltoffenen Irak der 1950er- bis 70er-Jahre und gilt als Gründungsvater der irakischen Fotografie.

Seine Schwarz-Weiß-Fotografien verkörpern heute ein einzigartiges Bildgedächtnis des Landes in seiner Belle Époque. AL ANI präsentierte die lebendige irakische Kultur in ihrer Fülle und Komplexität: Neben dem westlich geprägten täglichen Leben, der politischen Kultur und Industrie dokumentierte er für die Iraq Petroleum Company das Land aus der Luft.

Ende der 1970er-Jahre jedoch stellte AL ANI unter dem Druck des Hussein-Regimes seine fotografische Arbeit ein.
Heute sind seine Bilder Zeugen einer vergangenen Ära. Die Ausstellung des irakischen Pavillons auf der Biennale in Venedig 2016 präsentierte frühe Werke des Fotografen und machte sowohl die Modernisierung als auch den Erhalt alter Traditionen als Themen in AL ANIs Werk sichtbar." (publisher's note)

"Al Anis Bilder sind ein spannendes zeithistorisches Dokument des Lebens im Irak in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Hauptphase seines Schaffens lag dabei zwischen den späten 1950er und den späten 1970er Jahren. Angefangen hat er als Fotograf für die Iraq Petroleum Company (IPC). Für die IPC bereiste er auch verschiedene Länder des Nahen Ostens. Schmunzeln lässt ein Bild aus der Mitte der 1960er Jahre, auf der Al Ani die Ankündigung seiner Ausstellung in Berlin fotografiert. Spannend ist dies insofern, als dass es zeigt dass irakische Fotografie schon damals Beachtung fand." (Quelle: http://fotografieundkonflikt.blogspot.de/2015/09/der-grundervater-der-irakischen.html, FKoltermann)

Über den Fotografen Latif AL ANI (*1932 in Bagdad):