Luigi Ghirri, Jun Aoki (text)

Luigi GHIRRI. Works from the 1970s - Catalogue - ONLY AS BACKLIST ORDER!


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"This catalogue accompanies Luigi GHIRRI’s solo exhibition “Works from the 1970s” and is centered around photographs created during the 1970s, arguably GHIRRI’s most important creative period.

By redefining photography as a concept and as an act, GHIRRI’s work has played an important role in expanding the possibilities of visual art.
The photographs chosen for the catalogue, capture and represent GHIRRI’s views at the outer and inner world, the relationship between reality and metaphysical duality and the distance between reality and representation.

Luigi GHIRRI spent his youth in the 1950s and 1960s, during a time of economic growth and cultural transition. He familiarized himself with art at this time, and through conceptual art, one of the most popular movements of the era, he began making photographs collaboratively with other artists pursuing photographic images that were not merely documentary recordings.

Founded on experimentalism, GHIRRI’s photographic practice is neither characterized by the professionalism of the studio photographer nor the amateurism of the photo fan. Through photography, he aimed to address the complexity and incomprehensibleness of the relation between the self and outside world. He trained his gaze at his subjects to acknowledge his positioning between the known and unknown.

The themes and concepts addressed in GHIRRI’s works are exceptionally diverse, but his photographs constitute a series of dialectical explorations focused on 'the gaze'. Through his practice, he ceaselessly, intensively, and gracefully explored the relation between reality and image.
His photographs demonstrate that images, such as ads and posters in public spaces, can be analytically categorized into 'images turned into reality' and 'reality turned into images'.
They also show that the partial extraction and erasure of the world through framing exposes the ambiguous boundaries of reality and the changing form of the landscape, and that images projected by the viewer both produce and erase the actual and fantastic.
GHIRRI’s photographs are products of a search for harmony and diversity carried out by examining metaphysical binaries, such as reality and appearance (or mimicry), actuality and representation, presence and absence, and inner and outer worlds, at the same level.
They indicate that photographs are not faithful reproductions of the world, but rather an assemblage of fragments of the 'seen' world. His works thus suggest that all photographs are testimonies of the gaze and pose an infinite number of questions about how we might think through the image." (publisher’s note)

"Dieser Katalog begleitet Luigi GHIRRIs Einzelausstellung 'Works from the 1970s' (dt.: Werke aus den 1970er Jahren ) und konzentriert sich auf Fotografien, die in den 1970er Jahren entstanden sind, wohl die wichtigste, weil kreatiste Zeit GHIRRIs.

Durch die Neudefinition von Fotografie als Konzept und als Akt hat die Arbeit von GHIRRI eine wichtige Rolle bei der Erweiterung der Möglichkeiten der visuellen Kunst gespielt.
Jene Fotografien, die für den Katalog gewählt wurden, erfassen und vertreten die Ansichten von GHIRRI zur äußeren und inneren Welt, die Beziehung zwischen Realität und metaphysischer Dualität und die Distanz zwischen Realität und Repräsentation.

Luigi GHIRRIs Jugend fand in den 1950er und 1960er Jahren, während einer Zeit des Wirtschaftswachstums und des kulturellen Übergangs statt. Er machte sich mit der zu dieser Zeit populärsten Kunstrichtung, der konzeptionelen Kunst vertraut und begann - gemeinsam mit anderen Künstlern - fotografische Bilder zu machen, die nicht nur dokumentarische Aufnahmen waren.

Gegründet auf das Experimentielle, ist GHIRRIs fotografische Praxis weder durch die Professionalität des Studiofotografen noch durch vom Amateurhaften des Foto-Fans geprägt. Seine Fotografie zielte darauf ab, die Komplexität und Unverständlichkeit der Beziehung zwischen dem Selbst und der Außenwelt zu lösen. Er schuf seinen Blick auf seine Umgebung, um seine Positionierung zwischen dem Bekannten und Unbekannten zu erkennen.

Die Themen und Konzepte, die im Werk von GHIRRI angesprochen werden, sind außergewöhnlich vielfältig; seine Fotografien bilden eine Reihe von dialektischen Erkundungen, die sich auf den Blick konzentrieren. Durch seine Übung erforschte er unaufhörlich intensiv und entdeckte die Beziehung zwischen Realität und Bild.

GHIRRIs Fotografien zeigen, dass Bilder, wie Anzeigen und Plakate den öffentlichen Raum verwandeln werden , wie auch die 'Realität Bilder verwandelt'.

Sie zeigen auch, dass die partielle Hervorhebung sowie die Löschung der Welt durch die Rahmung die zweideutigen Grenzen der Realität und die sich verändernde Form der Landschaft außer Kraft setzen und dass Bilder, die vom Betrachter projiziert werden, sowohl das Reale wie das Fiktive erzeugen und löschen können.

Die Fotos von GHIRRI sind Produkte seiner Suche nach Harmonie und Vielfalt, die durch die Untersuchung von metaphysischen Binärdateien wie Realität und Aussehen (oder Mimik), Wirklichkeit und Repräsentation, Präsenz und Abwesenheit sowie innerer und äußerer Welten auf der gleichen Ebene durchgeführt werden.

Sie deuten darauf hin, dass Fotografien keine treuen Reproduktionen der Welt sind, sondern eine Zusammenstellung von Fragmenten der 'gesehenen' Welt. Seine Werke zeigen, dass alle Fotografien Zeugnisse des (subjektiven) Blicks sind und eine unendliche Anzahl von Fragen stellen, wie wir das Bild durchdenken könnten. "(freie übersetzung der publisher's note)