René Groebli, Daniel Blochwitz (foreword)

New York 1978 - POLYCOPIES SIGNING! SIGNED COPIES TO PRE-ORDER!


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"It is a gloomy and rather skeptical view of New York that GROEBLI portrays in 'New York 1978'. The sensuousness and levity of his earlier (and later) works here give way to a melancholic-introverted view of a tough and extroverted metropolis. Here, loneliness looks through the camera’s viewfinder at an apparently impenetrable unknown. And almost threateningly it looks back at us. Keep Off! 
And yet, it is autumn when in 1978 René GROEBLI comes to New York to explore the city just for himself, unencumbered by the usual tight schedules. It should have been a season when a summer-heated New York finally cools down, the city collectively breathes easier and the autumnal light makes the changing leaves glow.

René GROEBLI’s images, however, tell of grey days and bleak nights, of rain-soaked streets and seemingly deserted urban canyons. Keep Off! Perhaps the reason was that New York was in a deep crisis at the time, marked by decay, neglect and brutalisation.The city was deeply unsettled and irritated. As a photographer it must be hard to shirk this, even if René GROEBLI mentioned that, in fact, he had always started out “bright and happy” with the Nikon in his hand. He experienced fantastic things during his wanderings in the streets of New York, he says.

Everything seems melancholically, even apocalyptically charged. And yet, other images are rather playful, with a twinkle in the eye, for instance when he literally recruits toys as some of the elements he inserts into the New York scenes, like Donald Duck before the Saurien sculpture by Alexander CALDER, or the red fire engine careening through the nocturnal streets, or Barbie on Times Square.

This is the New York as René GROEBLI must have felt it in his guts. But what unites GROEBLI’s sombre city views with these laconic-ironic image montages is his perceived distance to the city and his subsequent soul-searching. 'Keep Off' had been sprayed on a house that already seems quite uninviting.
GROEBLI understood correctly: It was not an expression of refractory hospitality, but rather an invitation to produce images." (publisher's note)

Der Schweizer Fotograf René GROEBLI kam im Herbst 1978 in New York an, unbelastet von den üblichen, engen Zeitplänen und Stress, die durch die Vertragsarbeit bestimmt wurden. Aber die Stadt war in der Mitte einer Krise zu der Zeit, unbeständig und unruhig, durch Verfall, Vernachlässigung und Brutalisierung gekennzeichnet. Viele der Bilder, die er während seiner Wanderungen gemacht hat, vermitteln den Eindruck, von der Metropole verschlungen zu werden, dystopische Eindrücke von drohenden Wolkenkratzern und tiefen schwarzen Schatten, die schwer auf den Geist achten. "Das ist das New York, wie René GROEBLI es in seinen Eingeweiden gefühlt haben muss", schreibt Daniel BLIOCHWITZ in seiner Einleitung. 'Er zeigt uns, wie er sich dort fühlt. Abgelehnt.'

"Es ist eine düstere und eher skeptische Sicht auf New York, die GROEBLI in 'New York 1978 ' zeichnet. Die Sinnlichkeit und Leichtsinnigkeit seiner früheren (und späteren) Werke weicht einer melancholisch-introvertierten Ansicht einer harten und extrovertierten Metropole, Einsamkeit schaut durch den Sucher der Kamera an einem scheinbar undurchdringlichen Unbekannten, und fast bedrohlich sieht es auf uns zurück.
Und doch ist es Herbst, als 1978 René GROEBLI nach New York kommt, um die Stadt nur für sich selbst zu erkunden, unbeschwert von den üblichen engen Zeitplänen. Es soll eine Saison gewesen sein, in der ein durch den Sommer aufgeheiztes New York endlich abkühlt, die Stadt atmet leichter im Kollektiv und das herbstliche Licht macht die wechselnden Blätter leuchten.

René GROEBLIs Bilder erzählen aber von grauen Tagen und düsteren Nächten, von regengetränkten Straßen und scheinbar verlassenen Stadtschluchten. 'Keep Off!'
Vielleicht war dafür ursächlich, dass sich New York damals in einer tiefen Krise befand, die durch Verfall, Vernachlässigung und Brutalisierung gekennzeichnet war. Die Stadt war tief verunsichert und irritiert.
Als Fotograf muss es schwer gewesen sein, sich dem zu entziehen, auch wenn GROEBLI selbst sagte, dass er mit der Nikon in der Hand immer 'hell und glücklich' angefangen hatte zu fotografieren. Und er erlebte fantastische Dinge während seiner Wanderungen in den Straßen von New York, so sagt er.

Aber alles scheint melancholisch, sogar apokalyptisch aufgeladen. Und doch sind einige Bilder eher verspielt, mit einem Augenzwinkern; so zum Beispiel, wenn er buchstäblich Spielzeug in Szene setzt, wie Donald Duck vor der Saurier-Skulptur von Alexander CALDER oder die roten Feuerwehren auf nächtlichen Straßen, oder Barbie auf dem Times Square. Das ist das New York, wie es René GROEBLI im Inneren gefühlt haben muss.

Aber das was GROEBLIs düstere Stadtansichten mit diesen lakonisch-ironischen Bildmontagen vereint ist seine wahrgenommene Distanz zur Stadt und seine spätere Seelensuche. 'Keep Off' war auf ein Haus gesprüht worden, das schon von sich aus eher wenig einladend war.
GROEBLI verstand richtig: Es war kein Ausdruck der gestörten Gastfreundschaft, sondern eine Einladung zur Erstellung von Bildern." (freie übersetzung nach der publisher's note)