Daniil Kolchanov

Shameless Baths (in Pyatigorsk) - PRE-ORDER YOUR SIGNED COPY!


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THE SHAMELESS BATHS OF PYATIGORSK. Photographer Daniil KOLCHANOV visits the renegade bathers of one of Russia’s oldest spa resort towns.

"The town of Pyatigorsk, nestled in the North Caucasus, is famous for its mineral springs. The southern climate coupled with the surplus of mountain waters has made the town a popular destination for Russians seeking treatment. The tradition of traveling to Pyatigorsk for health reasons dates back decades, and even the poet Mikhail LERMONTOV was prescribed treatment in the mineral waters. Much of the spring water is dispensed by established spas; however, a few baths hidden within the town’s cliffs operate beyond the official boundaries in a more guerrilla-like format.

One such location is the Shameless Baths, which acquired its name during the Soviet era from the unconventional approach of its bathers. 'It was quite uncustomary for men and women to just freely undress around each other during the Soviet era,' says photographer Daniil KOLCHANOV.
People of all backgrounds – primarily those that want to enjoy the delights of a warm spring waters without having to pay a hefty sum – can be found unwinding in these waters. A native of Pyatigorsk, KOLCHANOV returned to his hometown to capture this idyllic phenomenon.

Since Soviet times, the sanitation risk of these baths has attracted the attention of the authorities. Despite several attempts to fence off the area, bathers continue to come on an annual basis. Many attendees travel from all corners of Russia, turning the location into a unique reunion space. The baths are maintained by a group of activists, who also regularly break the locks on fences used by the authorities. The cleanliness of the waters is however highly questionable, with one of the two streams believed to contain radioactive water.

At night, teenagers can be found drinking at these baths – yet another reason the authorities are so eager to shut the place down. There are inherent dangers in using these pools and – either as a result of incautious partying or over-bathing – several dead bodies have been found in these baths. Nonetheless, the desire to bathe here continues to outweigh the risks. The baths are both a source of healing and infection, life and death. 'Unlike authorized spas, there is a lack of human intervention,' says KOLCHANOV. 'It’s interesting to observe the coexistence between man and nature when you’re there.'" (from an interview of Aron OUZILEVSKI with Daniil KOLCHANOV, source: http://inrussia.com/the-shameless-baths-of-pyatigorsk)

In der Natur badende Menschen. Der junge, russische Fotograf Daniil KOLCHANOV hat ein sehr fotogenes Thema für seinen selbst verlegten Fotoband 'Shameless Baths' gefunden und sehr schön umgesetzt.
Das Resultat ist ein unspektakulärer, aber spannender Band mit Ecken und Kanten; auf der einen Seite konnte er sich unbekümmert den Badenden nähern, die sich unbemerkt wähnten, auf der anderen Seite gab es natürlich auch 'Poser'. Diese Tatsache jedoch beiseite gelassen, wirkt die Szenerie höchst angenehm und familiär, so dass der Betrachter in seinen Gedanken durchaus mal alleine gelassen wird, welche Person hier gezeigt.

"Die 'Shameless Baths' von Pyatigorsk - Fotograf Daniil KOLCHANOV besucht die abtrünnigen Badegäste eines der ältesten Kurortstädte Russlands.
Die Stadt Pyatigorsk, eingebettet im Nordkaukasus, ist berühmt für ihre Mineralquellen. Das südliche Klima, gepaart mit dem Überschuss an Berggewässern, hat die Stadt zu einem beliebten Ziel für diejenigen gemacht, die auf der Suche nach heilenden Quellen sind.
Die Tradition der Reise nach Pyatigorsk aus gesundheitlichen Gründen hat jahrzehntelange Tradition, selbst der Dichter Michail LERMONTOV schiebüber die Mineralwässer. Ein Großteil der Quellwässer wird von etablierten Spas betrieben, aber es gibt einige Bäder, die in den Klippen der Stadt verborgen sind und jenseits der offiziellen Pfade in einem Guerilla-ähnlichen Format bestehen.

Ein solcher Ort sind die Shameless Baths, die ihren Namen schon in der sowjetischen Ära wegen der unkonventionellen Annäherung ihrer Badegäste erworben haben. 'Es war ganz ungewohnt für Männer und Frauen, sich während der sowjetischen Ära einfach frei zu entkleiden', sagt der Fotograf Daniil KOLCHANOV.
Menschen aller Hintergründe - vor allem diejenigen, die die Freuden eines warmen Frühlingsgewässers genießen wollen, ohne viel Geld bezahlen zu müssen - finden sich in diesen Gewässern. Als gebürtiger Pyatigorsker, kehrte KOLCHANOV in seine Heimatstadt zurück, um dieses idyllische Phänomen zu erfassen.

Seit sowjetischer Zeit haben diese Bäder wegen ihrer Sanierungsnotwendigkeit die Aufmerksamkeit der Behörden erregt. Trotz zahlreicher Versuche, die Gegend abzuriegeln, kommen die Badegäste weiterhin jährlich. Viele Teilnehmer reisen aus allen Ecken Russlands an und verwandeln den Ort in einen einzigartigen Wiedervereinigungsraum.
Die Bäder werden zudem von einer Gruppe von Aktivisten gepflegt, die auch regelmäßig die von den Behörden angebrachten Schlösser an den Zäunen aufbrechen. Die Sauberkeit der Gewässer ist jedoch höchst fragwürdig, einer der beiden Ströme enthält vermutlich radioaktives Wasser ...

In der Nacht kann man Jugendliche dabei beobachten, wie sie aus diesen Bädern trinken - ein weiterer Grund, warum die Behörden sich so eifrig bemühen, den Platz zu schließen.
Es gibt inhärente Gefahren durch die Benutzung dieser Schwimmbäder und - entweder als Folge eines vorsätzlichen Feierns oder Überbaus - es sollen in diesen Bädern auch Leichen gefunden worden sein. Trotzdem überwiegt der Wunsch, hier zu baden, die Risiken; die Bäder sind sowohl eine Quelle der Heilung als auch der Infektion, von Leben und Tod. 'Im Gegensatz zu den autorisierten Spas gibt es einen (wohltuenden) Mangel an menschlichen Eingriffen', sagt KOLCHANOV. 'Es ist interessant, die Koexistenz zwischen Mensch und Natur zu beobachten, wenn du da bist.' (freie Übersetzung eines Interviews von Aron OUZILEVSKI mit Daniil KOLCHANOV, Quelle: http://inrussia.com/dieScheinwerfer-Bad-of-pyatigorsk)