Karl Blossfeldt, Cees Nooteboom (essay), Helga von Beuningen (übersetzung)

Karl Blossfeldt und das Auge Allahs - Warum wir nicht aufhören können, die Natur wie eine Schöpfung anzusehen


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"„... und ich stellte mir plötzlich die Freude vor, die BLOSSFELDT an seiner Mönchsarbeit empfunden haben muss. Er wusste, was er machte, er blickte in das Geheimnis der Dinge, weil er lehren wollte und nicht verzaubern.
Und dennoch kann man sich dem Zauber nicht entziehen ...“ (Cees NOOTEBOOM)

"Mit einem brillanten Essay über die Pflanzenfotografien von Karl BLOSSFELDT (1865-1932) entführt Cees NOOTEBOOM den Leser einmal mehr in die Welt der Kunst und schildert seine Annäherung an das Werk eines Mannes, der eigentlich gar kein Künstler sein wollte: Ausgebildet in Bildhauerei und Zeichnen sowie sensibler und begabter Autodidakt in Photographie, war BLOSSFELDT von 1898 bis 1930 Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin.

Um das ästhetische Empfinden seiner Schüler zu schulen und ihr Gefühl für Ornamentik zu entwickeln, fotografierte er bei natürlichem Licht Teile frisch geschnittener Pflanzen und vergrösserte die Negative um das bis zu 12-fache des Originals.

Angesichts dieser vergrösserten Pflanzenabbildungen gerät Cees NOOTEBOOM ins Philosophieren über die Grenze zwischen Naturbetrachtung und künstlerischem Impetus, stellt Fragen nach dem Schöpfer und dem Urknall und ermittelt den Kunstgriff der Vergrößerung als den eigentlichen Katalysator, der die Struktur in den Vordergrund treten läßt und ins Reich der schieren Ästhetik führt.

Für NOOTEBOOM hat BLOSSFELDT seine Pflanzen mit dem 'Auge Allahs' gesehen – eine Anspielung auf eine Erzählung Rudyard KIPLINGs – und damit 'eine neue Grammatik des Sehens' geschaffen.

Mit 26 der schönsten, in hervorragender Qualität gedruckten Pflanzen-fotografien Karl BLOSSFELDTs." (Verlagstext)