Sandrine Lopez

Moshe - ONLY THREE SIGNED COPIES IN STOCK!


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"'Moshé' by Sandrine LOPEZ is something much more than a particular project. Never does Moshé show anything, tell anything or claim anything. It is an experience, an asceticism, a form of groping in the night worlds.

'Moshé' could be this: a ceaselessly reiterated interrogation. A blinking look, shifting between curiosity and terror, into the depths of a being. And, no less, upon the unfathomable power of what keeps him standing before us, in flesh and spirit. Terribly naked, tragically fragile. And yet there, intensely so, despite the troubles, the hardships, the tragedies and the gazes.
The body, of course, is ever present. But a body exceeding its own outline, only manifesting itself as would a frail fire relentlessly offering its light over that extra measure of what ancient religions named the soul. Not much does justify this body. Everything seems to show that the burden of the world and History might have, might still, at any moment, crush and reduce him to nothing.

Perhaps Sandrine LOPEZ only means to remind us how uncomfortable it can be to look and how myopic, if not blind, our eyes can be.

I wander through the images and do not see the faces and the hands, the feet or the torso. I cannot seem to identify an elderly man or a bedridden woman. The white of the bathroom is to me more visible than the bathtub, and the body immersed in water, as if for a moment swallowed by it, does not clearly signal any sense of passing. The water is too transparent. The evidence lies. The evidence only has a single function: to unearth." (Christophe VAN ROSSOM)

Book review on the Bruzz blog by Sophie SOUKIAS (in French):
“Quand on observe, page après page, le corps fragile de Moshé s’enfoncer dans le liquide chaud de sa baignoire, on ne peut s’empêcher de se demander s’il va en ressortir ou s’il va disparaître, à jamais, sous le bain bulle, pour rejoindre quelque chose d’infiniment plus grand, ce quelque chose qui l’a vu naître. Son corps et son visage, apaisé, semblent nous indiquer qu’il est prêt.”

'Moshe' ist eine, gleich in mehrfacher Hinsicht beeindruckende Publikation.
Zuerst einmal imitiert der Einband des Buches Leder, in das das Porträt der Hauptperson, Moshe, eingedruckt ist. das macht den Band schon vom ersten Moment an sehr wertig. Dieser Eindruck verfestigt sich auch beim Blättern, denn sowohl die Papierwahl als auch die Wahl der beiden verschiedenen Inhalte - Fotografien und der Abdruck von Moshes handgeschriebenen Texten - auch auf unterschiedlichem Papier zu drucken, zeigt eine besonders sensible Annäherung an das Thema des Buches.
Die sehr grobkörnigen Fotografien porträtieren die Privatperson, den alten Rabbi Moshe in Farbe und in Schwarz-Weiß. In der Mitte des Buches befinden sich die auf ganz dünnem Papier gedruckten Texte des Rabbis.
Auf diese Weise entfernt sich das Buch von dem auf den Fotografien abgebildeten Inhalt hin zu einer anderen Ebene: der Unterscheidung von Körper & Geist und der vergeistigten, weisen Auseinandersetzung des weisen Rabbis mit seinem persönlichen Leben und dem der Anderen als deren Seelsorger. Ja, das Buch atmet gewissermaßen Seele und ist daher ein ganz besonderer Titel.

"Dies ist keine Ansammlung von Fotos. Gehen wir weiter: 'Moshe' ist etwas anderes und viel mehr als ein bestimmtes Projekt. 'Moshe' zeigt nichts, sagt nichts, bekräftigt nichts. 'Moshe' ist eine Erfahrung, eine Askese, ein Versuch und Irrtum in der Nacht der Welten.
'Moshe' könnte das Folgende sein: eine wiederholte Befragung, unbarmherzig. Ein glänzender Blick, zwischen Neugier und Schrecken, am Abgrund des Seins. Aber nicht weniger: ein Blick auf die namenlose Macht dessen, was vor uns liegt, Fleisch und Geist. Furchtbar nackt, tragisch zerbrechlich. Aber dennoch intensiv, trotz Schwierigkeiten, Nöten, Katastrophen und Blicken. (...)

Der Körper, das Fleisch, das Gesicht und die Tinte auf dem Papier (letzteres ist auch Stimme), deshalb. Aber nicht in einer intimen oder nach innen gelenkten Perspektive, wie man sich vorstellen kann.
'Moshe' ist eine Abhandlung. Sein Zweck, wenn es ein Manifest ist, ist eine Einladung, die unwahrscheinliche Kraft der Opposition gegen das absolute Nichts oder den wiederholten Albtraum, den wir Geschichte nennen, zu betrachten. Die Position einer schlanken Hand, die Krümmung der faltigen Augenlider, das Profil eines so einzigartigen Wesens, das Sandrine LOPEZ uns zeigt, sind nichts als lächerlich. Denn nicht Moshe offenbart sie uns, sondern sich selbst und uns Leib und Seele. Unsere Fehler und Risse, so viele, so offensichtlich - aber sicherlich immer noch der unerklärliche Blitz, der uns trägt und uns trotz der Zeit, die sich verdunkelt, und des Todes, der uns kontinuierlich nährt, aufrecht hält." (freie Übersetzung des französisch-sprachigen Textes von Christophe VAN ROSSOM)