Mareike Stoll, Angela Matyssek (ed.), Dietmar Schädel (ed.)

ABC der Photographie. Photobücher der Weimarer Republik als Schulen des Sehens. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), Band 2


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"'ABC der Photographie' (The ABC of Photography) investigates the phenomenon of the photobook in interwar Germany and reconstructs the reasons for its popularity through reference to various theoretical, mediumrelated, political and artistic contexts.
Examining a series of photobooks, e. g. Aenne BIERMANNs '60 Fotos' (1930) and Alfred EHRHARDTs 'Das Watt' (1937), and writings on photography from 1924 to 1937, the book argues that the photobook appears against a historical horizon where political warnings of the manipulability of photography proliferate.
The photobook arises as a training device that slows down perception, imposes a critical distance, and develops new forms of visual engagement. 'ABC der Photographie' argues that the photobook - with its page layouts, spaces in between the individual photographs, and photographic sequences - demands an active reading process that in turn has an effect on the beholder. Moreover, it offers itself such a reading experience." (publisher's note)

"2015 vergab die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ihr DGPh-Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs an Mareike STOLL. STOLLs Forschungen zum Fotobuch der Weimarer Republik mündeten in der Monographie 'ABC der Photographie. Photobücher der Weimarer Republik als Schulen des Sehens'.

'ABC der Photographie. Photobücher der Weimarer Republik als Schulen des Sehens' widmet sich der zentralen Entstehungsphase des deutschsprachigen Fotobuchs, und skizziert erstmals eine Theorie des Fotobuchs als Schule des Sehens.
Ausgangspunkte für die Forschungen über das Entstehen des deutschsprachigen Fotobuchs und seinen theoretischen, medienspezifischen, politischen und künstlerischen Kontext waren die Fotobücher von Aenne BIERMANN, '60 Bilder' (1930) und Alfred EHRHARDT, 'Das Watt' (1937).

Im Fokus steht die pädagogische Dimension des Fotobuchs als 'Wahrnehmungsfibel und Werkzeug der photographischen Alphabetisierung', so STOLL. Damit versteht sie das Medium Fotobuch als Ausdruck einer utopischen und demokratischen Idee, nämlich der visuellen Alphabetisierung.

Kennzeichnend für STOLLs Vorgehen ist, dass sie nicht nur ausgewählte Sequenzen aus diesen Fotobüchern detailliert analysiert, sondern überhaupt ein Analysewerkzeug entwickelt.
Auf diese Weise verdeutlicht sie die formale Rahmenbildung für Fotografien durch das Medium Buch und die damit verbundene Wahrnehmensveränderung, aber auch die Wichtigkeit des Berührens und Erblätterns als Praktiken des Sehens und Begreifens sowie die aktive Rolle des Betrachters und Lesers." (leicht veränderter Text, ©dgph, Original-Quelle: https://www.dgph.de/publikationen)